Blockwoche Theologie

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Rublievikone (1411) zeigt die Trinität nach Gen 18

von Lorenz Hänni, Theologielehrer

Die Blockwoche Theologie will nebst rekreativen und teambildenden Aktivitäten (Ikonenschleifen, Singen und Aarewanderung)  Einblicke in die Hermeneutik geben. Wir haben z.B. gelernt, Text-, Sach-, Erzähler- und Leserebene zu unterscheiden (sog. hermeneutisches Viereck). Damit ist eine wichtige Grundlage zum differenzierten, theologischen Dialog in der Klasse gelegt.

Am Montag hat uns Renate Begré, Steffisburg im Bibliolog zur Begegnung Jesu mit der Syrophönizierin (Mk 7) angeleitet. Die Betrachtung der Rubliev-Ikone und Einführung in die Liturgie des Tagzeitengebetes dienen der Vergegenwärtigung der biblischen Botschaft und öffnen den Zugang zur theologischen Ästhetik.
Pfr. Christian Refardt, Affoltern am Albis, hat uns die mittelalterliche Bildersprache des Münsterportals mit ihrem Blick auf die Endzeit erschlossen. Nebst Himmels- und Höllenvorstellungen erfuhren wir auch Dinge zum Schmunzeln, zum Beispiel dass es im Münster mehr Bernerwappen gibt als Engelsdarstellungen und dass im Fegefeuer auch ein Zürcher schmort – so eine unbestätigte Vermutung.

Die Klasse hat mit Kurzvorträgen und Diskussionen zum Buch Renate Wind, „Befreiung buchstabieren“ die Inhalte der Blockwoche mitgestaltet. Wir haben theologische Grundlagen gelegt, auf die wir jetzt theologisch, analytisch und sprachlich  aufbauen können.

Die Woche mit ihren Themen wurde von der Klasse positiv bewertet. „Ich verstehe jetzt besser, was Theologie ist, und freue mich auf das Studium“, sagte ein Teilnehmer.